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Der Rest von Neuseeland (D-J)

Während wir auf unseren neuen Camper warteten, nutzten wir die Zeit und das dortige Internet für die weitere Reiseplanung. Dieses Mal stand ein für uns großer Brocken auf der Agenda: Wir buchten unsere letzten Weltreisewochen und stellten schnell fest, dass ein direkter Heimflug von Mittelamerika nach Deutschland für uns nicht vorstellbar ist. Außerdem fand Miri mal wieder tolle Angebote mit Multi-Stop-Flügen und so ist der Heimflug nun im Kalender eingetragen. Wir werden uns über Miami und Paris langsam der Heimat nähern und Mitte Juli dann in Stuttgart landen. Wir hoffen so, einen guten Abschluss zu finden und uns damit auf die Heimat vorbereiten und freuen zu können.

Nun aber zu den Ereignissen der letzten 2 Wochen. Wills Motorschaden war der Anfang mehrerer Pannen. Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu.

Paula, so hieß das Ersatzfahrzeug, wurde uns geliefert und nach mühevollem Umzug stellten wir in der zweiten Nacht fest, dass es zu beiden Seitenfenstern reinregnete. Nach vielen Telefonaten und 2 Nächten Hotel wurde uns erneut ein Ersatzfahrzeug angeboten, das wir dieses Mal leider in Auckland selbst tauschen mussten. Die Stimmung litt unter den vielen Pleiten, Pech und Pannen – ja, auch wir streiten immer wieder und kommen auf dieser Reise manchmal an unsere Grenzen, was uns aber im Nachhinein gesehen oft voranbringt und wir wachsen daran. Noch bevor wir den zweiten Ersatzcamper abholten, stürzte Miri beim Aussteigen aus der Badewanne (wir hatten uns so auf die erste Badewanne seit Monaten gefreut) und fiel heftig auf den Rücken und stieß sich den Fuß am Türrahmen an. Unter Schmerzen half Miri dann also in Auckland beim Umzug Nummer 2. Aus Paula (Schwester von Will) wurde Traudl – Wills Tante musste es nun richten. Insgesamt verloren wir dadurch fast 5 Tage und die Reiseroute kam ordentlich durcheinander.

Da Miris Fuß immer dicker wurde und wir per Zufall einen Arzt auf dem Campingplatz trafen, der uns ebenfalls zum Röntgen riet, fanden wir uns in der Notfallambulanz in Thames wieder, wo ein Bruch ausgeschlossen werden konnte und wir über das neuseeländische Gesundheitssystem lernten, dass Unfälle hier besser sind als Krankheiten. Bei Unfällen muss man die Behandlung nicht selbst bezahlen. Trotz Schmerzmitteln waren lange Autofahrten für Miri nicht möglich und so verbrachten wir die letzte Woche auf der Coromandel Peninsula und ließen das „Northland“ aus.

Nichtsdestotrotz hatten wir noch tolle restliche Tage in Neuseeland. Wir liefern euch hier einfach die Bilder von unseren Unternehmungen nach:

  • „Volcanic Valley“ in Waimangu, wo wir zum ersten Mal in unserem Leben völlig fasziniert durch geothermisches Gebiet wanderten
  • Cathedral Cove
  • Tauranga – Mount Maunganui
  • Spaziergang am See bei den McLarren Falls
  • Wairere Falls
  • Karangahake Track

Wir hatten noch ein paar tolle freie Campingspots direkt am Meer und haben uns dann aber auch noch 2 Nächte auf einem schönen Campingplatz in Athenree mit Hotpools gegönnt. Dort konnte Miris Rücken im heißen Wasser weiter genesen und wir wuschen unseren letzten Berg Wäsche und bereiteten unseren Abflug vor. Schweren Herzens brachten wir heute Mittag Traudl zurück ins Depot und sitzen jetzt nur 4 Stunden später im Uber in Buenos Aires auf dem Weg ins Airbnb.

Wie wir das gemacht haben? Wir sind in die Vergangenheit gereist.

Abflug Auckland: Mittwoch, 17.4.2019, 19.55 Uhr

Ankunft Buenos Aires: Mittwoch, 17.4.2019, 16.15 Uhr

Die Immigration dauerte dafür umso länger und wir freuen uns jetzt auf ein leckeres Abendessen, bevor wir dann im neuen Rhythmus schlafen gehen, um dann fit zu sein für 3 Tage Stadterkunden.

Die ersten Eindrücke zeigen sofort, dass wir wieder deutlich weiter von unserer eigenen Kultur und Mentalität entfernt sind. Australien und Neuseeland waren doch sehr ähnlich wie zu Hause und man fühlte sich weniger fremd oder als Tourist. Der grimmig dreinblickende Officer bei der Immigration taute aber sofort auf, als Miri ein entschuldigendes „Puedo abla solo un poco de espanol, pueden ablar en iglais.“ verlauten ließ.

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