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Weiter geht’s auf der Südinsel (E-F)

Dunedin (E)

Die Enten des Warrington Domain Freecamps mussten leider wieder enttäuscht von dannen ziehen. Unser Porridge verputzten wir selbst bis auf die letzte Flocke. Und so fuhren wir gestärkt zum Farmersmarkt nach Dunedin, wo wir uns mit frischem Obst und Gemüse für die nächsten Tage reichlich eindeckten. Der Farmersmarkt gefiel uns unglaublich gut. Die Stimmung war gelöst, mehrere Bands spielten und man hatte das Gefühl die Neuseeländer an ihrem Wochenende ein bisschen beobachten zu können. Den restlichen Einkauf tätigten wir im großen Pak’n’Safe, wo wir nicht alleine waren. Ganz Neuseeland inklusive aller Touristen machte seinen Wochenendeinkauf. Zum Glück waren wir gut vorbereitet und konnten so schnell durch den Markt gelangen. An der Kasse aber waren wir der Kassiererin ausgeliefert. Die nette Dame packte uns, wie das in Neuseeland üblich ist, jeden Artikel nach dem Scannen in unseren Wagen und überlegte oft dreimal, an welcher Stelle der eingekaufte Gegenstand nun auch wirklich gut aufgehoben wäre. So brauchten wir also an der Kasse doppelt so lang wie für den Großeinkauf an sich und waren froh, danach zum Aussichtspunkt auf dem Signal Hill zu fahren. Unser Hüpfbild gelang auf Anhieb (Gruß an Selina& Sascha: wir sind mittlerweile echte Profis) und Dunedin gefiel uns von oben deutlich besser als auf der Fahrt durch sein Zentrum. Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher zur Baldwin Street, der steilsten bewohnten Straße in Neuseeland. Sie hat 35° Gefälle, was man auf unseren Bildern nur erahnen kann. Die Anwohner taten uns leid. Zum Zeitpunkt des Hauskaufs hatte sicher keiner von ihnen geahnt, dass hier einmal ein solcher Touristen-Hotspot entstehen würde.

Um noch einmal kostenfrei zu übernachten, fuhren wir wieder zurück zum Warrington Domain Freecamp und genossen die Abendsonne auf der Wiese mit Kaffee und Tee.

Dass wir am nächsten Morgen ein unglaubliches Erlebnis haben würden, konnten wir beim Frühstück noch nicht ahnen.

Die Otago Peninsula stand auf unserem heutigen Programm mit ihrer Tiervielfalt. Wir fuhren eine tolle Küstenstraße bis zur Spitze der Halbinsel, um dort nach Albatrossen Ausschau zu halten. Es war sehr stürmisch und kühl und deshalb zog es uns recht schnell ins Infozentrum des Observatoriums. Nachdem wir dort den ausgestopften Albatros in seiner vollen Größe gesehen hatten, entschieden wir uns doch nochmal zum Beobachten an die Steilküste zu laufen.  Und tatsächlich sahen wir mehrere Albatrosse über unseren Köpfen fliegen und waren von ihrer Größe und der trotzdem spürbaren Eleganz in der Luft fasziniert. Auf dem Weg zum Auto entdeckten wir das Schild zum Pinguin- und Robbenstrand. Ohne große Erwartungen stiegen wir die Treppen in die Bucht hinunter. Noch nicht ganz unten angekommen, sahen wir einige Rückenflossen aus dem Wasser schauen und liefen immer schneller. Unsere Vermutungen zu dieser Tiersichtung schwankten zwischen Delfinen und Robben. Als wir die Tiere dann alle gemeinsam auftauchen sahen, war klar, weder noch. Eine ganze Herde Orcas schwamm an uns vorbei durch die Bucht und zeigte sich uns wirklich sehr nahe. So etwas hatten wir bisher noch nie gesehen und ihr könnt euch vorstellen, wie faszinierend und beeindruckend ein solches Erlebnis ist. Was für gigantische Tiere. Auf dem Rückweg zum Auto kam uns die Idee, dass die Orcas eventuell auf die andere Küstenseite geschwommen sein könnten und so hatten wir ein zweites Mal das Glück, diese bezaubernden Tiere zu beobachten. Voller Euphorie und Glück machten wir uns auf den Rückweg, um zum Sandfly Beach zu gelangen.

 

Wir wurden kurz aufgehalten, da Will durch das Anlassen der Lichter keine Power zum Starten mehr hatte. Das konnte unserer guten Laune aber nichts anhaben und war nach dem Steckenbleiben im Sand und Ausschließen mit Emma eine Kleinigkeit. Wir schoben Will aus der Parklücke und ließen ihn den Hügel hinunterrollen, um im zweiten Gang den Motor zu starten. Die Fahrt konnte weitergehen.

Am Sandflybeach machten wir einen schönen Spaziergang im Sand und unsere nackten Füße freuten sich über den von der Sonne erwärmten Sand. Diese Bucht beeindruckte uns seit langem mal wieder sehr und wir genossen es auch mal bei kühleren Temperaturen mit Jacke und Mütze am Strand spazieren zu gehen.

Mittagessen und ein paar Fotos gab es beim Tunnel Beach. Der Parkplatz gefiel uns nicht für eine Übernachtung, diese verschoben wir nach Owaka und fuhren einfach noch eine Stunde weiter gen Süden. Die Entfernungen in Neuseeland sind kein Vergleich zu Australien und wir genießen es sehr, nicht mehr so lange Fahrten im Bus zu haben.

 

 

Owaka (F) und The Catlins (G)

In Owaka gönnten wir uns einen Campingplatz mit warmen Duschen und  relaxten die letzten Sonnenstunden des Tages im Freien.

Zum Frühstück fuhren wir zum Nugget Point und verspeisten unser Porridge bei tollem Ausblick.

Am Nugget Point beobachten wir die schönen Felsen und dachten an Corinna, die uns den Platz als ihren liebsten in Neuseeland genannt hatte. Wir können das verstehen.

Die restlichen Catlins erlebten wir dann nur noch auf der Durchfahrt. Die Wasserfälle und der Lookout, die wir noch besuchen wollten, waren teils geschlossen teils wenig beeindruckend. Zum Übernachten landeten wir in Fortrose, einem freien Campingplatz am Strand.

Einen Tag Pause und Weiterreiseorganisation planten wir uns auf einem schönen Campingplatz in Colac Bay ein. Nach Neuseeland geht es für uns nach Südamerika, wo wir in Chile mit Selina und Sascha (s. Südafrika M&M meet S&S) reisen werden und wo wir uns dann auf dem Landweg über Bolivien nach Peru vorarbeiten. In den Pfingstferien werden wir dann in Panama mit Hanna, Flo und Leni zusammentreffen und zwei schöne Wochen verbringen. Der Abschluss unserer Weltreise (wie krass, dass wir darüber jetzt schon schreiben müssen) ist noch nicht ganz klar. Die Planungen dafür laufen aber und wir geben natürlich Bescheid, wann wir wieder in Deutschland sein werden. Bis dahin wollen wir aber noch nicht ans Ende unserer Weltreise denken. Wir fühlen uns als Langzeitreisende sehr wohl und die Rückkehr in den Alltag wird bestimmt nicht ganz leicht. Sicher werdet ihr aber die entstehende Lücke schnell wieder schließen können.

Abends hatte die Solardusche Temperatur und der erste Versuch, sich so im Freien zu waschen, klappte recht gut. Wir legten uns früh schlafen, da für den nächsten Vormittag knapp 300 km Fahrt und eine Wanderung für den Nachmittag vorgesehen waren.

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5 Kommentare zu „Weiter geht’s auf der Südinsel (E-F) Hinterlasse einen Kommentar

  1. ….hallo guten tag liebe Miri und lieber Matze…20 Prozent Steigung oder Gefälle habe ich schon gemeistert… im Kriechgang… 35 Prozent könnte ich nur mit einem Bremsfallschirm… Aber 35 Prozent im OUZO sind mir mir doch lieber.. Gruß von Hubsi

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  2. Hallo guten Tag liebe Miri und lieber Matze… Jetzt ist es höchste Zeit…. dass Ihr beide Euch beim SWR in Stuttgart bewerben müsst als Globale Reisebericht Erstattet… da könnt Ihr beide mehr Geld verdienen….jeder Bericht 9999.00 Euro… Im Jahr 20 Reiseberichte… SWR zahlt immer die Reisekosten…bitte mal darüber nachdenken…. Gruß von Hubsi

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