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Die ersten Tage in Neuseeland (A-D)

Christchurch (A)

Nach der Landung in Christchurch mussten wir unsere Wanderschuhe kurz inspizieren lassen. Wir hatten gut geputzt und durften einreisen. Auch die verpackten Müsliriegel und der rote australische Sand durften weiter mit uns reisen.

Am Flughafen lief alles sehr unkompliziert. Nach Kauf einer Spark SIM-Karte konnten wir bei Happy Campers unseren Pick-Up-Service bestellen und fuhren dann auch prompt zu deren Depot. Ein junges deutsches Mädel führte uns in den neuen Camper ein, der dieses Mal ein Self-Contained Siegel hat, wodurch er berechtigt ist, auch abseits von Campingplätzen stehen zu dürfen. Schon während der Einführung wurde uns klar, dass wir es hier mit Emmas deutlich älterem Bruder zu tun hatten. Der neue Camper sah auch wie ein Wilhelm aus. Als Zweitname tauften wir ihn Paul (Liebe Grüße an Martina und danke für den Vorschlag). Da Wilhelm aber deutlich cooler ist, als er auf den ersten Blick vermuten lässt, nennen wir ihn liebevoll meist Will oder Willy (englische Aussprache).

 

Will ist deutlich praktischer als Emma, da der Schlafbereich am Ende des Fahrzeugs untergebracht ist und man so die seitliche Türe trotz ausgeklapptem Bett noch benutzen kann. Außerdem hat er viel mehr Stauraum und die Sitzgelegenheiten sind viel komfortabler – jeder hat hier sein eigenes „Sofa“. Wir verstanden uns also auf Anhieb alle drei prächtig und füllten Willy mit einer kompletten Einkaufswagen-Ladung Essen und unseren Klamotten, bevor wir am Montag dann noch 50 km aus Christchurch rausfuhren, um auf einem kostenlosen Campingplatz die erste Nacht zu verbringen.

Tekapo (B)

Dienstagmorgen ging es dann Richtung Lake Tekapo. Um einen Teil des Arthur-Passes (Verbindung Ost-West-Küste durch die Berge) mitzunehmen, besuchten wir unterwegs Castle Hill, das sind sehr beeindruckende Felsformationen, die umwandert und durchklettert werden können. Mittagspause machten wir ganz abgeschieden an einem schönen See, der auf einer Abkürzungsstrecke Richtung Rakaja Gorge lag. An der Gorge staunten wir nicht schlecht über die türkis-blaue Farbe des reißenden Flusses und wären am liebsten direkt ins Wasser gehüpft. Die Temperatur an unserem ersten Road-Trip-Tag war zwar kühler als in Australien, aber für die herbstlichen Verhältnisse hier doch recht warm mit 27°C. So geschah es dann auch, dass wir am Lake Tekapo angekommen, tatsächlich recht schnell den Plan fassten, unsere Körperwäsche in den eiskalten See zu verlegen, da auch der nächste Campingplatz wieder kostenlos und dafür ohne Dusche gewählt war. Die Kälte schmerzte auf der Haut, aber es war dennoch ein unglaublich schönes Gefühl, nach einem heißen Tag im Auto bei diesem Panorama abzukühlen.

Vom See aus 10 Minuten Richtung Süden lag unser zweiter Campingplatz wunderschön an einem Fluß mitten im Nirgendwo. Wir stellten Will direkt an den Fluss und sahen gleich nach dem Aussteigen Lachse im Fluß springen. Der Sternenhimmel war vermutlich noch etwas schöner als in Australien. Wir sahen die Milchstraße so deutlich wie noch nie und bitten um Verzeihung: Das kann man leider nicht auf ein Foto bekommen ohne Profi-Equipment.

Am nächsten Morgen liefen wir einmal um den Mount John und hatten tolle Ausblicke und perfektes Wetter. So kann man sich schnell in Neuseeland verlieben. Matzes Satz der ersten Tage lautete: „Das sieht alles aus wie gemalt.“

Mount Cook (C)

Da uns das freie Campen nicht nur deshalb so gut gefällt, weil es nichts kostet, sondern auch deshalb,weil man alleine oder mit nur wenigen Nachbarn in der echten, tollen Natur steht, fiel unsere Wahl für den nächsten Übernachtungsort auf eine Freedom-Camping-Area an der Süd-Ost-Küste des Lake Pukaki. Dieses Mal gab es keine Toilette und man konnte einfach von der Straße aus an mehreren Stellen in den Wald abbiegen und sich sein Lieblingsplätzchen mit Blick Richtung Mount Cook frei wählen. Wir hatten zwar unverstellte Sicht, Mount Cook wollte sich aber den ganzen Nachmittag über nicht blicken lassen. Wir hofften auf den nächsten Tag und schliefen bei im See glänzendem Mondlicht ein.

Das Frühstück für den nächsten Morgen verlagerten wir hinter das Mount Cook Village an den Startpunkt des Hooker-Valley-Tracks. Leider nieselte es und Matze wollte gar nicht recht los. Zum Glück ermunterte Miri ihn und so liefen wir nach Porridge knapp 1,5 Stunden bis zum Ende des Tracks, wo Mount Cook mit seinem Eis einen großen See speist. Er selbst versteckte sich aber hinter dicken Wolken, so wie laut Reiseführer 230 Tage im Jahr. Die Wolken stiegen langsam auf, uns wurde aber nach 45 Minuten Warten zu kalt und wir traten den Rückweg an. Der Campingplatz am Mount Cook Village gefiel uns bei diesen Witterungen nicht gut und wir verabredeten mit Mount Cook ein Treffen für später von der anderen Inselseite aus (Lake Matheson). Als wir Will den Lake Pukaki entlang Richtung Süden steuerten, entdeckten wir im Rückspiegel dann doch noch die Spitze vom Mount Cook und waren echt baff, was für ein Gipfel sich da in Wolken hüllt.

Wanaka (D)

Ursprünglich wollten wir direkt nach Dunedin durchfahren, machten aber wegen des schon zu weit fortgeschrittenen Tages einen Zwischenstopp am Lake Wanaka. Die Strecke war landschaftlich toll, ist aber derzeit sehr trocken und gelb statt grün. Der See und die Stadt Wanaka gefielen uns gut und wir freuen uns darauf, auf dem Rückweg Richtung Norden hier nochmals einen Stopp einzulegen und ein oder zwei Wanderungen zu machen. Wir tankten Strom und Wärme in Form einer heißen Dusche und unseres Heizlüfters auf einem schönen Campingplatz. Damit waren Willy und wir dann wieder bereit für einige Nächte in der Natur. An dieser Stelle lieben Dank an Katrin und Hannes, die uns viele tolle Tipps für die Rundreise hier gegeben haben und für den Start des Roadtrips hier haben wir uns daran orientiert.

Wir schliefen aus und hatten auch zum Frühstück nochmals den Heizlüfter an, bis es uns dann doch zu warm wurde, denn auch die Sonne kam hinterm Berg hervor und trocknete das Gras. Das Wetter ist – wie wir ebenfalls oft erzählt bekommen haben – sehr wechselhaft und man zieht sich jeden Tag öfter um, an und wieder aus. So ganz gewöhnt sind wir das noch nicht. Nach 4 Stunden Fahrt erreichten wir Katiki, eine tolle kleine Halbinsel mit einer Robben- und einer Pinguin-Kolonie, wo wir viel zu leicht bekleidet am stürmischen Meer die tollen Tiere beobachteten und uns unsere Jacken herbeiwünschten. Zurück bei Will wärmten wir uns bei Kaffee und Milchreis wieder auf und fuhren dann zu Warrington Domain, unserem Schlafplatz hinter einer Düne. Hier liegen wir im Moment in Will auf seinen zwei Bänkchen und freuen uns, dass wir die ersten Tage nun zu „Papier“ gebracht haben. Wie immer durchleben wir beim Schreiben die Tage noch ein zweites Mal und dadurch intensiver und bewusster. Außerdem seid ihr dann jetzt auch wieder auf dem neuesten Stand.

Bis bald …

 

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10 Kommentare zu „Die ersten Tage in Neuseeland (A-D) Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo guten Tag liebe Miri und lieber Matze…. MILLIARDEN MAL DANKE FÜR EURE SUPER GEBURTSTAG WÜNSCHE FÜR MICH….NEUSEELAND WAR LEIDER IN ALLEN KANÄLEN MIT SEHR… SEHR SCHLECHTEN NACHRICHTEN… DA KANN ICH NUR MITFÜHLEN… NORWEGEN gab es vor Jahren leider auch so ein grosses Problem… Ich bin schon durch die Stadtautobahn in Oslo gefahren… wo dieser Psychopath sein Unheil angerichtet hat und später auf der Insel soviele junge Leute eiskalt ermordet hat… Wenn man schon vor Ort war… ist einem so ein Drama noch bewusster… als wenn man zu dem betr. Ort keine Beziehung hat….EUCH BEIDEN WÜNSCHE ICH IMMER EINE HAPPY TIME… GOOD LUCK EVERY SECONDES… OUR GOOD SAVE YOU ALSO EVERY SECOND AND I SAY TO ME ANGEL’S… THAT ME ANGELS SEND A MESSAGE TO YOUR ANGELS….TO SAVE YOU BOTH ROUND ABOUT ALL DAYS… 24 OURS ON DAY…. GOOD LUCK FOR YOU AGAIN… AND HAVE FUN… THIS TIME YOU WILL FORGETT IN THE HOLE LIFE… MILLIARDES GREETINGS FROM HUBSI

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