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Alice Springs – Uluru Tour

Wie erwartet war die Ankunft in Alice Springs sehr heiß. Umschwirrt von Fliegen liefen wir vom Hostel aus noch kurz in die Innenstadt, um Lebensmittel zu kaufen auch für den Tag nach der Uluru Tour. Für den Sonnenuntergang stapften wir einen Hügel hinauf und hatten einen schönen Überblick über das sehr beschauliche Alice Springs. Unser Hostel ist von einem deutschen Paar geführt. Miriam und Seb halfen uns im Vorfeld mit vielen Hinweisen und Tipps zur Erkundung des Outbacks und schlussendlich entschieden wir uns über die beiden eine Tour zu buchen, was wir nicht bereut haben. Mit Mulgas Adventures ging es am nächsten Morgen um 6 Uhr Richtung Uluru. Rebecca, unser Tourguide, holte uns gut gelaunt mit dem Bus am Hostel ab und wir sammelten einen Teil unserer Gruppe ein, bevor wir dann 6 Stunden Fahrt ins Outback vor uns hatten.

 

 

 

 

 

Im Camp am Uluru angekommen, richteten wir uns Sandwiches zum Lunch und machten uns dann gestärkt auf den Weg zu Kata Tjuta (The Olgas). Rebecca warf uns gleich zu Beginn ziemlich ins kalte Wasser, indem sie uns mit den Vorräten und den Worten „You guys prepare lunch. I’ll be back in 20 minutes.“ verließ, um den Rest der Gruppe am Flughafen abzuholen. Dass sie sich aus der Essensplanung so herausnahm, kam der Gruppendynamik sehr zugute, denn wir mussten uns direkt miteinander arrangieren, uns kennenlernen und untereinander Aufgaben verteilen.

 

 

Mit der ganzen Gruppe machten wir einen Spaziergang bei Kata Tjuta, wo wir ein Stück das Valley oft the winds zwischen den Felsen laufen konnten. Der Rest des Wanderwegs war wegen Hitze gesperrt. Die Hitze setzte allen sichtlich zu und auch an die aggressiven Fliegen mussten wir uns trotz Netz über dem Kopf erst mal gewöhnen. Die Felsformation ist dennoch unheimlich beeindruckend und noch viel gigantischer, als sie aus der Ferne wirkt.

 

 

 

 

Zum Sonnenuntergang und Abendessen fuhr uns Rebecca zum Uluru, wo wir etwas früher als die große Masse der Tourbusse ankamen und so noch ein paar schöne ungestörte Fotos machen konnten. Die Uluru Tour von Mulgas ist hierfür bekannt, dass es dort ein schönes Abendessen und Sekt gibt. Als einer der letzten Busse fuhren wir zurück auf den Campground, wo unsere Nacht im Swag anstand. Ein Swag ist eine Art Sack mit dünner Matratze, in dem man unter freiem Himmel schlafen kann. Rebecca erklärte auf Nachfrage, dass Schlangen Menschen wegen ihres Herzschlages spüren können und deshalb einen Bogen um uns machen würden, während wir schliefen. Was blieb uns anderes übrig, als ihr zu vertrauen. Der Sternenhimmel war unbeschreiblich und die Erschöpfung wegen der Hitze ließ uns bald und gut schlafen.

 

 

Das war auch wichtig, da unsere Wecker schon um 4.30 Uhr klingelten, damit wir vor Sonnenaufgang die Umrundung des Uluru starten konnten. Die Besteigung wird in Australien nicht gerne gesehen, da der Uluru für die Ureinwohner ein heiliger Berg ist, der nicht bestiegen werden soll. Ab Oktober wird dies dann auch endlich verboten sein. Der Rundweg um den Uluru war sehr beeindruckend und erst aus der Nähe wurde einem die Größe des Monolithen wirklich bewusst. Wir hatten für den Rundweg 3 Stunden Zeit und jeder konnte sein eigenes Tempo gehen. Diese Zeit nahmen wir uns auch und in Kleingruppen schlenderten wir die 6 Kilometer bis zu dem Parkplatz, an dem uns Rebecca wieder abholte. So entstanden nette Gespräche und gute Kontakte, die bestimmt auch über die Tour hinaus bestehen bleiben können. Insgesamt war die Gruppe gut zusammengesetzt und eine gute Mischung aus Alt und Jung und verschiedenen Herkunftsländern.

 

 

 

 

Nach der Uluru Tour gab es im Camp Burger und eine Abkühlung im Pool mit Namenslernspiel. Die Badesachen trockneten fast vollständig auf dem 200 Meter langen Weg zurück zum Bus. Von dort aus fuhren wir knappe 4 Stunden in das nächste Camp, das in der Nähe des Kings Canyon liegt. Unterwegs machten wir einen Stopp, da uns eine Herde Wildpferde aufgefallen war, die wir aus der Nähe fotografierten. Man fühlte sich wie im Wilden Westen.

 

 

Abends gab es ein schönes Lagerfeuer. Bereits mittags hatten wir auf dem Burger Kamelfleisch kosten dürfen und nun gab es abends Kängurusteaks und Würstchen vom Grill. Wie man im Busch übernachtet, wussten wir ja bereits und so konnte jeder sich ein Plätzchen ums Feuer suchen und sich in seinen Swag einmummeln. Die Schlange im Kochschuppen bereitete vielen kurz Kopfzerbrechen, die Erschöpfung sorgte dann aber doch rasch für Schlaf. Der Sternenhimmel war noch beeindruckender als die Nacht zuvor und so tankten wir Kraft für das erneute frühe Aufstehen.

 

 

Wieder lohnte sich das frühe Aufstehen: Sonnenaufgang auf dem Kings Canyon nach 500 Stufen. Die Landschaft in und um den Kings Canyon war anders als am Uluru, aber nicht weniger beeindruckend. Die tolle Rundwanderung gab uns großartige Einblicke in den Canyon und wir machten ein schönes zweites Gruppenfoto mit all unseren Abenteurern („We are adventurers, not tourists.“) der Uluru Tour von Mulgas Adventures. Die 500 Stufen waren ausreichend, um einen wirklich beeindruckenden Rundumblick zu bekommen,und so liefen wir nach dem Sonnenaufgang durch die Felsformationen und staunten immer wieder, wenn sich ein neuer Blick vor uns auftat.

 

 

Die 3 Tage vergingen wie im Flug und bei einem Abschiedsessen im Camp wurden Telefonnummern und Social-Media-Accounts ausgetauscht. Ein paar aus unserer Gruppe hatten eine 4 Tagestour gebucht und Rebecca brachte den Rest von uns an eine Kreuzung mitten im Nirgendwo, wo Danni, ihr Kollege, uns für die restlichen 300 km mit zurück nach Alice Springs nahm.

Im Alice Secrets Travellers Inn wurden wir herzlich zurück empfangen und es war schön „nach Hause“ zu kommen nach einer solchen Tour. Abends trafen wir uns auf ein Bier mit einigen aus der Gruppe und fielen dann todmüde in unsere Betten. Voll von tollen Eindrücken flogen wir am nächsten Tag nach Melbourne – ein heftiger Kontrast zum Outback.

 

 

Die Uluru Tour von Mulgas können wir uneingeschränkt weiterempfehlen – es war uns eine Freude und ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

PS: Wir haben die von uns gebuchte Tour hier mehrfach verlinkt, weil wir sehr zufrieden waren und durch die Verlinkung eine kleine Belohnung für uns winkt. Drückt uns die Daumen, dass es ihnen gefällt, was wir geschrieben haben.

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3 Kommentare zu „Alice Springs – Uluru Tour Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo guten Tag liebe Miri und lieber Matze… Dieses Vogelgezwitscher kenne ich von Spanien… Auf einem Pinienbaum saßen ungefähr eintausend kleine gelbe Vöglein… ungefähr 100 sind dann immer runter auf den Boden und haben sich so verhalten… dass man nachvollziehen konnte… dass sie für Vogelnachwuchs sorgen… deutlicher will ich nicht werden… Jedenfalls sass immer ein kleiner gelber vgel auf dem Rücken eines andern Vogels und dann haben immer die Federn geflattert Gruss von Hubsi

    Gefällt 1 Person

    • Hi Lizzie! How nice to read from you. We are right now in New Zealand and we enjoy very much the beautiful landscape and nature. Schön, dass dir der Beitrag zu unserem Uluru-Abenteuer gefallen hat. Wir melden uns, wenn wir nach London kommen. 😎
      M&M

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