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I. Adelaide

Ohne Frühstück starteten wir von Whyalla aus Richtung Port Augusta, wo wir mal wieder mit tollem Blick unser Porridge und Kaffee und Tee zu uns nahmen. Von dort aus waren es noch knapp 400 km bis Adelaide, die sich etwas in die Länge zogen. Wir merkten, dass uns die insgesamt 3000 km der letzten Wochen in den Knochen steckten und waren sehr froh, als wir in Adelaide auf unserem vorreservierten Campingplatz ankamen. Die Reservierung hatten wir gemacht, weil wir Trubel und einen vollen Platz zum Wochenende erwartet hatten, was auch stimmte. Der Stellplatz für die erste Nacht war leider ganz am Rand neben dem Yacht-Club, wo abends eine Hochzeit mit lauter Musik stattfand. Und auch Schatten fehlte an dem ersten Stellplatz, was bei den mittlerweile wieder 35° ganz schön an den Nerven zehrte. Am nächsten Morgen auf dem Weg zur Kirche organisierten wir uns einen Platzwechsel für die nächsten beiden Nächte und freuten uns auf Schatten und Ruhe.

Die Kirche in Glenelg hat wohl ähnliche Probleme wie viele deutschen Kirchen: Die Gemeinde ist schwer in die Jahre gekommen und es fehlte der Pep. Trotzdem freuten wir uns über etwas besinnliche Ruhe und den Leib Christi.

Nach der Kirche schlenderten wir über 2 Sonntagsmärkte, die für uns aber eher uninteressant waren – verschiedene kleine Künstler und Startups stellten ihre Produkte vor. Wir vermissten das Chaos, den Gestank und all die günstigen Leckereien der asiatischen Märkte und bekamen etwas Heim(?)-/Fernweh. Asien hat uns doch sehr geprägt, vor allem was seine Küche angeht – wir sind beim Essen immer noch fast ausschließlich im asiatischen Bereich, vielleicht auch, weil hier einfache OnePot-Gerichte tolle Ergebnisse liefern.

Zurück am Campingplatz schnappten wir endlich mal wieder die Schnorchel und erkundeten bei Ebbe das Meer vor dem Brighton Caravan Park. Sehr schön zu sehen war die tolle und blühende Pflanzenwelt hier unter Wasser, auch wenn wir nur wenige Tiere sehen konnten.

Gestern gab es dann Frühstück auf dem Mount Blufty, von wo aus wir einen tollen Blick über das Zentrum von Adelaide und die Küste mit Glenelg und Brighton hatten. Für uns ist es immer ein Must-Do, Städte von oben zu sehen, um sich einen Überblick zu verschaffen und sich die Sache so besser vorstellen zu können.

Von dort aus fuhren wir zu einem Parkplatz mitten im Zentrum, den wir vorher wieder recherchiert hatten – wegen Emmas Höhe ist es in Großstädten schwierig mit dem Parken. Für 10AU$ konnten wir 2 Stunden durch die Stadt bummeln und schafften es sogar noch, einen Eimer zu kaufen. Die Eimer für das Abwasser aus der Spüle bei Emma sind ein Thema für sich. Matze überfuhr die letzten beiden beim Rückwärtsfahren und so waren wir froh, bei Coles für 1AU$ einen neuen zu bekommen.

Auf dem Rückweg bekam Emma noch eine ausführliche Dusche im HappyCarwash, bevor wir den Nachmittag und Abend inklusive Sonnenuntergang nochmal sehr am Strand und mit Schnorcheln genossen.

Was man auf Weltreise wirklich lernt: Wir genießen jeden Aufenthalt bzw. Reiseabschnitt bis zum Schluss und lassen uns nicht durch Packen/Putzen oder anderes am Ende stressen. So packten wir also im Dunkeln, dafür etwas kühler, unsere Backpacks und stellten fest, dass wir das Packen noch nicht verlernt haben – nach 40 Minuten waren wir „griacht“ (gerichtet – also fertig gepackt) und konnten bei einer Folge „Terra X – Weltgeschichte“ entspannen und dabei dieses Mal etwas über das Mittelalter lernen.

Aktuell sitzen wir am Flughafen und warten aufs Boarding – es geht mit Virgin Australia nach Alice Springs, wo wir die nächsten 3 Tage eine tolle Tour zum Uluru, Kings Canyon und Co. gebucht haben, worauf wir uns sehr freuen. Wir sind gespannt und bisher ist nur eines absolut sicher: Es wird heiß – seeeehr heiß.

Liebe Grüße aus Adelaide und bis bald …

 

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