Zum Inhalt springen

B. Margaret River

Um 7 Uhr verließen wir Emma mit geschnürten Laufschuhen und joggten zum Strand. Wir waren überrascht, wie viele Menschen um diese Zeit bereits am Strand waren – zum Sport, Tauchen, Angeln oder einfach für einen Spaziergang. Der Sport tat uns gut und die längere Pause von den Kraftübungen spüren wir noch jetzt deutlich.

Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg gen Süden. Mittagspause machten wir in Bunburry beim Dolphin Discovery Center, wir hatten allerdings kein Glück, Delphine in der Bucht zu sehen, während wir dort waren. Trotzdem eine schöne Mittagspause mit traumhaftem Blick.

20190210_131655

Nächster Stopp war Busselton, wo wir eigentlich gerne übernachtet hätten, aber wegen eines Schwimmwettkampfes am Wochenende alles ausgebucht war. Busselton ist bekannt für seinen wirklich langen „Jetty“ (Steg), der dort knapp 2 km weit ins Meer hineingebaut wurde. Wir liefen bis an die Spitze und staunten nicht schlecht über die Asiaten, die den Weg in einer kleinen Eisenbahn zurücklegten.

In Busselton befindet sich der letzte Aldi auf unserer Strecke, den wir selbstverständlich zu einem letzten Einkauf nutzten. Die letzten Fahrt-Kilometer des Tages zogen sich etwas, als wir aber am Campingplatz die Abzweigung zum „Coast Access“ nahmen, entschädigte der Blick und die dort herrschende Ruhe an der malerischen Küste für die viele Fahrerei. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen und spürten schon deutlich den Wetterumschwung von knapp 40°C auf momentan nur noch 20°C Tagestemperatur. Sehr verrückt, dass 300 km Autofahrt einen solchen „Klimawechsel“ bedeuten können. Wir entschlossen uns spontan, dort unten an der Küste noch zu Abend zu essen, bevor wir zum Campingplatz fuhren.

Die Flexibilität, die uns Emma ermöglicht, schöpfen wir so langsam immer mehr aus und lernen, dass wir wirklich egal wo, alles tun können, worauf wir Lust haben. Lediglich die Übernachtungen müssen geplant werden, da Wildcampen oft nicht erlaubt ist, Emma keine Toilette an Bord hat und der Akku spätestens alle 2 Tage geladen werden muss.

Der Campingplatz mitten im Wald gefiel uns zunächst sehr gut. Einige wenige Nachbarn und totale Ruhe erwartete uns. Da es rasch kühl wurde, beschlossen wir, es uns in Emma im Bett gemütlich zu machen und die nächsten Tage zu planen und dann früh zu schlafen. Beim Einsteigen nahmen wir eine ganze Handvoll Moskitos mit in Emmas Inneres, was nur der Auftakt zu einer Reihe unglücklicher Ereignisse war.

Miri plante tapfer die Route und die nächsten Ausflugsziele, während Matze die Schnaken jagte. Etwas genervt, aber trotzdem beide erfolgreich in diesen Aufgaben, machten wir uns zu einem letzten Klogang auf. Wir machten das Licht aus während des Ausstiegs, um keine neuen Moskitos einzuladen, und vielleicht waren wir auch dadurch etwas abgelenkt, so dass wir Emmas Schlüssel auf dem Küchentisch liegen ließen und die Heckklappe schlossen. Wie versteinert schauten wir uns an. Emma hatte uns ausgeschlossen. Miri wurde direkt von den scheußlichen Moskitos angegriffen und wir überlegten hektisch, was zu tun sei. Alles um uns herum war dunkel, dennoch klopften wir am nächsten Wohnwagen, um uns Werkzeug auszuleihen. Der nette Australier brauchte eine gefühlte Ewigkeit, brachte dann aber Schraubenzieher und Draht. Die nicht gänzlich eingerastete Heckklappe ließ uns keine Chance und so erkannten wir ein Seitenfenster als Emmas Schwachstelle.

Long Story short: Am Ende war es leichter als gedacht, das Fenster aufzuhebeln. Lediglich der Schließmechanismus brach auseinander, die Scheibe konnte am Stück bleiben, diese einzuschlagen wäre unser Notfallplan gewesen. Völlig verfroren und verstochen, aber überglücklich, kuschelten wir uns fix und fertig ins Bettchen und schliefen schnell ein.

Am nächsten Morgen wollten wir den Unglücksort schnellstens verlassen und fuhren fürs Frühstück eine knappe Stunde südlich zum Leuchtturm des Leeuwin Nationalparks. Das Frühstück mit diesem Blick brachte uns schnell auf bessere Gedanken und die Toiletten am Hafen von Augusta waren sauber und geöffnet.

Die letzten Tage waren für uns doch anstrengender als gedacht, da die Entfernungen doch größer sind, als man es vorher einschätzen kann, und so die Pläne zu Route, Übernachtungen, etc… doch ihre Zeit in Anspruch nehmen. Seit gestern aber stehen die nächsten Tage und auch der Gesamtplan bis Adelaide stimmt uns zufrieden. Wir hoffen, dass dieser nächtliche Aufreger mit Emma jetzt den Abschluss markiert und es ab jetzt wieder aufwärts geht.

Insgesamt gefällt uns Australien nämlich – wie erwähnt – super. Die Weite, das Meer, die Küsten, die Nationalparks, die Wälder, die Menschen, das Wetter, … es ist wirklich toll und ab jetzt wird wieder pur genossen. Wir genießen es außerdem, dass die wenigsten von uns gewählten Campingplätze WIFI haben und wir deshalb nur mit einer SIM-Karte „online“ gehen können. Wir schalten die mobilen Daten aber in der Regel nur zum Hochladen auf den Blog und für die Routenplanung ein.

Im Moment sind wir unterwegs zum Giant Tree Top Walk kurz vor Denmark. Miri fährt und Matze macht Car-Office.

Liebe Grüße …. G’Day !

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu „B. Margaret River Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: