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Mui Ne – M&M meet N&S

Die Züge auf unserer Weltreise scheinen es einfach nicht gut mit uns zu meinen. Der Nachtzug sollte planmäßig um 12.28 Uhr in Binh Thuan ankommen. Gegen 10 Uhr hielt er an einem Bahnhof und es passierte lange nichts. Eine Weile lang gingen wir davon aus, dass wir auf einen entgegenkommenden Zug warten müssen, da die Strecke nicht durchgängig zweigleisig ausgebaut ist. Irgendwann kam Matze mit einem in Boston lebenden Vietnamesen ins Gespräch, der ihm erklärte, dass es ein Problem mit einem anderen Zug gebe, der im Weg sei, und wir wohl ungefähr 3 Stunden zu warten hätten. Etwas genervt beratschlagten wir, was wir tun könnten. Miri verbündete sich mit einer polnischen Familie, die in Mui Ne einen Bekannten hatte, der anbot uns abzuholen. Kaum hatten wir das beschlossen, wurde es hektisch im Zug und das Zugpersonal informierte: „Ue stahtin light nauh“. Der Bekannte der Polin war etwas angesäuert, als ihm die nette Polin wieder absagte, und der Zug setzte sich wieder in Bewegung. Leider nur für etwa eine halbe Stunde, bevor er erneut stoppte, und wieder ging eine Stunde ins Land, in der niemand wusste, was Sache war. Als er endlich wieder anfuhr, war die Stimmung ganz schön im Keller. Am nächsten Bahnhof nutzten wir die Gelegenheit, packten unsere Sachen und stiegen aus – wir hatten kein Vertrauen mehr, dass der Zug es in den ab dort noch geplanten 2 Stunden bis nach Binh Thuan schaffen kann. Da wir für den Rest der Strecke nach Mui Ne sowieso ein Taxi nehmen mussten, verlängerten wir also die Taxifahrt etwas und waren froh, endlich ohne unerwartete Stopps voranzukommen.

Gegen 19 Uhr – anstatt wie geplant gegen 14 Uhr – kamen wir im Hotel in Mui Ne an. Die Verspätung tat umso mehr weh, als hier etwas ganz Besonderes für uns anstand: Nelly und Siggi – Matzes Eltern – waren schon 3 Tage vorher hierher von Deutschland aus angereist für einen kleinen Besuch und einen kurzen gemeinsamen Urlaub während unserer Weltreise. Da wir sowieso nur 4 volle gemeinsame Tage miteinander zur Verfügung hatten, war der verlorene halbe Tag gerade an Nellys Geburtstag umso ärgerlicher. Die Freude, als wir uns in den Armen lagen, war dann aber umso größer und wenigstens konnten wir noch ein schönes Geburtstagsessen mit Nelly genießen, bevor wir uns dann in dem tollen Bungalow von der langen Anreise erholen konnten.

Die Anlage (Muine Bay Resort) ist absolut traumhaft angelegt und die von uns gewählten Bungalows absolut luxuriös. So konnten wir sofort nach Ankunft gut abschalten und hatten ab da tolle und erholsame Tage gemeinsam.

Den ersten Tag verbrachten wir am Pool und im Meer, brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand (so weit das in der heutigen Zeit mit WhatsApp und Co. überhaupt noch nötig ist) und freuten uns aneinander. Nelly schaukelte am Strand – Miri, Matze und Siggi hüpften durch die Wellen und wir genossen alle die Sonne und die durch den Wind trotzdem angenehmen Temperaturen. Die besten windgeschützten Liegen am Pool hatten Nelly und Siggi die Tage vorher schon getestet und Siggi reservierte im Anschluss ans Frühstück jeden Morgen diese für uns besten Plätze.

Für den Abend hatten Nelly und Miri unabhängig voneinander ein Restaurant recherchiert, in das wir mit dem Taxi fuhren. Der „Foodcourt“ gefiel uns allen sehr gut – viele kleine Restaurants, bei denen man Essen bestellen kann, die einem dann an den Tisch geliefert werden. Der Abend war toll.

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Für den nächsten Tag hatten Miri, Siggi und Matze sich an der Rezeption des Hotels Fahrräder reserviert. Auf denen ging es nach dem Frühstück los zu den roten Sanddünen und danach zum „Fairy Stream“, einem sich an tollen Felsformationen vorbeischlängelnden kleinen Fluss. Siggi war beeindruckt vom vietnamesischen Verkehr und vom Leben an und auf den Straßen.

Um Nelly auch diese Einblicke zu ermöglichen, dachten wir darüber nach für den nächsten Tag zwei Motorroller zu mieten. Abends aßen wir wieder außerhalb des Hotels in einem kleinen, familiengeführten Restaurant. Mit unseren Rollerplänen erklärte sich Nelly trotz ihrer Knieproblematik einverstanden, was wir alle super stark fanden, und so ging es am nächsten Mittag nochmal los zum Fairy Stream und zum Mui Ne Harbour und Nelly und Siggi ließen sich (meist) gerne von uns auf dem Roller durch die (manchmal auch holprige) Landschaft fahren.

Abends nutzten wir dann die Roller, um nochmals zum Foodcourt zu fahren. Die Rollerfahrt im Dunkeln war für Nelly und Siggi noch aufregender als tagsüber und so war vor allem Nelly froh, als wir dann abends wohlbehalten im Hotel auf der Bungalow-Terrasse noch einen Absacker zu uns nehmen konnten.

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Den letzten Tag unseres gemeinsamen Kurzurlaubs entspannten wir dann nochmal in der Anlage am Pool, gönnten uns noch eine letzte günstige Massage und wurden schon etwas wehmütig, da wir uns am Tag darauf wieder verabschieden mussten.

Für uns waren diese gut 4 Tage ein absoluter Entspannungsurlaub. Es fiel uns auf, dass es das erste Mal auf unserer Reise war, dass wir wirklich die kompletten 4 Tage das Netbook nicht anschalteten und uns auch wirklich die komplette Zeit nicht mit Transport, Unterkunftsbuchungen, Reiserouten oder ähnlichem beschäftigten – es war wirklich toll für uns, diese Tage mit Matzes Eltern zu haben. Danke, liebe Nelly und lieber Siggi für diese schöne Zeit.

Einen kleinen Nachteil hatte der Besuch von Nelly und Siggi allerdings doch: Nelly, unsere Lektorin, war somit im Urlaub und deshalb gingen die letzten 3 Beiträge nicht durch ihre geschulte Rechtschreibkontrolle. Wir bitten also, die kleineren und größeren Fehler zu entschuldigen. Natürlich holt sie ihre Arbeit nach, sobald sie zu Hause ist. 😉

Außerdem wollten wir uns bei allen entschuldigen, die über neue Blogbeiträge per E-Mail benachrichtigt werden. Uns war nicht klar, dass der ganze Text in der Mail mitverschickt wird. Durch den Luxus, Nelly als Korrektorin im Rücken zu haben, sparen wir uns manchmal den letzten Korrekturdurchgang und es befinden sich noch Flüchtigkeitsfehler im Text, die Nelly meist innerhalb der ersten Stunde nach Veröffentlichung korrigiert. Insgesamt empfehlen wir euch das Lesen auf dem Blog anstatt in der E-Mail, da dort das Gesamtbild mit den Bildern deutlich schöner ist.

Wir verabschiedeten uns von Nelly und Siggi an der Rezeption und fuhren mit dem Taxi zur Bushaltestelle. Als wir die Rucksäcke wieder auf dem Rücken hatten und dann in den Sleeper-Bus einstiegen, wurde uns nochmals bewusst, dass diese 5 Tage in Mui Ne wie eine andere Welt für uns waren und aus der ganzen Reise bisher absolut herausstechen – warum genau, können wir gar nicht so genau sagen. Einmal gar nichts für die weiteren Reiseziele zu planen und natürlich der Besuch der beiden überhaupt, könnten natürlich die Gründe dafür sein.

Auf der 5-stündigen Fahrt machten wir wie immer „Bus-Office“ auf dem Weg zum Flughafen Saigon (Ho Chi Minh City), wo uns abends dann der Flieger nach Singapur erwartete.

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3 Kommentare zu „Mui Ne – M&M meet N&S Hinterlasse einen Kommentar

  1. Es war so schön, euch nach der langen Zeit mal wieder in den Arm nehmen zu können. Ich hatte einen unvergesslichen Geburtstag und eine tolle Zeit mit euch. Danke für die Unterstützung und die liebevolle Begleitung. Für den weiteren Verlauf der Reise alles Liebe.

    Zur Rechtschreibkontrolle: Ihr müsst euer Licht nicht unter den Scheffel stellen. Eure Beiträge sind in beinahe allen Fällen fast perfekt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten und Flüchtigkeitsfehler muss da kaum etwas verbessert werden.

    Gefällt 1 Person

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