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F. Ella

Du wunderschönes Ella… schon auf dem Weg im Bus nach Ella gefiel uns die Landschaft auf Anhieb. Da die Regenzeit gerade vorbei ist, kann man sich sattsehen an den verschiedensten Grüntönen und die Berge bewundern.

Die Busfahrt verlief sehr entspannt und auf der Hälfte der Strecke stieg eine nette Frau mit Kind zu, die sich neben uns setzte. Sie konnte kaum Deutsch, wollte allerdings immer mit uns sprechen und uns zu sich nach Hause einladen. Leider war die Kommunikation so schwierig, dass wir sogar mit Händen und Füßen an unsere Grenzen kamen. Zum Abschluss schenkte sie uns ihren halben Einkauf an Früchten und wünschte uns alles Gute. Nach wie vor sind wir von den Menschen begeistert und sehr froh mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Immer öfter trafen wir die letzten Tage auf Touristen, die sich einen privaten Fahrer für diese Route gebucht hatten. Selbstverständlich sind auch hierfür die Preise sehr günstig und man könnte überlegen, sich so etwas auch mal zu gönnen. Für uns kam es und wird es vermutlich aber auch nicht in Zukunft in Frage kommen. Wir lieben es, unter den Einheimischen zu sein und das Leben der Menschen vor Ort kennenzulernen.

 

Direkt nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg auf den Little Adams Peak. Das Wetter sollte die nächsten Tage schlechter werden und wir nutzten die Sonnenstunden und die frische Luft und machten uns auf den Weg. Der Anstieg ist vergleichbar mit einem längeren Spaziergang und gut zu meistern. Von oben hat man allerdings einen traumhaften Ausblick und sieht die Berglandschaft in voller Pracht. Wir liefen die ganze Bergkette nach vorne und freuten uns über das atemberaubende Panorama und das Wandern.
Da unsere Unterkunft etwas außerhalb von Ella, dafür aber mitten in den Bergen lag, entschieden wir uns für einen Roller, damit wir die nächsten Tage flexibel sein konnten. Wir schliefen in einem süßen Homestay mit nur zwei Zimmern bei einer sehr netten Familie. Leider war auch hier die Verständigung zwischen uns und der Tochter und der Mutter schwierig, sodass die Kommunikation nicht weit über die Frühstücksplanung hinausging. Dennoch fühlten wir uns sehr willkommen und die Herzlichkeit der Familie war auch ohne Verständigung zu spüren. Uns wurden alle Wünsche erfüllt und so konnten wir mehrere Waschmaschinen füllen, bekamen Obstsalat aufs Zimmer und leckere Fruchtshakes zur Erfrischung. Auch das Frühstück war mal wieder der absolute Hammer. Vermutlich unser bestes Frühstück auf Sri Lanka.

Für den zweiten Tag entschieden wir uns auf den Ella Rock zu wandern, da vormittags das Wetter noch gut sein sollte. Wir standen sehr früh auf, sodass wir noch vor der Hitze auf dem Gipfel ankamen. Der Weg führte eine gute Stunde auf den Zuggleisen entlang, bevor wir über Teeplantagen in den Wald hinauf liefen. Der Aufstieg war doch deutlich anstrengender als gedacht, zumal wir unser tolles Frühstück auf die Rückkehr verlegt hatten. Oben angekommen genossen wir mit 4 anderen die tolle Aussicht und hatten einen fabelhaften Ausblick auf den Little Adams Peak, den wir am Tag zuvor bestiegen hatten. Kurz darauf wurde die Ruhe von mehreren anderen Wanderern gestört und wir waren froh, so früh losgegangen zu sein. So machten wir uns auch schnell auf den Rückweg, auf dem uns dann immer öfter eine Touristenmenge entgegenkam. Den Nachmittag verbrachten wir in Ella Town, einer langen Straße, in der kleine Lädchen und Restaurants aneinander gereiht sind. Natürlich ein Städtchen für Touristen, dennoch gefiel uns das Flair sehr und wir ließen den Abend bei Live-Musik in einem netten Restaurant ausklingen.

Die nächsten zwei Tage waren geprägt von immer wieder vorherrschendem Regen und wir versuchten die Sonnenstunden zu nutzen und besuchten den Dunhinda Fall, einen sehr schönen Wasserfall, und die Nine Arches Bridge, für die Ella bekannt ist. Leider kamen wir immer wieder in den Regen und waren des Öfteren bis auf die Unterhose nass auf dem Roller. Durch die vergangenen Monate voller Hitze freuten wir uns aber auch etwas über die Abkühlung.

Da wir von dem kleinen Städtchen Nuwara Eliya viel Positives gehört hatten, wollten wir auch diesen Ausflug nicht missen. In Nuwara Eliya kann man noch sehr deutlich die Einflüsse aus der britischen Kolonialzeit sehen. Viele andere Reisende waren von dem nicht typischen Sri Lanka begeistert. Wir können im Nachhinein sagen, dass sich die weite Fahrt mit dem Roller und auch der Besuch der Stadt sich für uns nicht gelohnt haben. Obwohl die Fahrt dorthin zwar anstrengend war, waren aber die Aussichten überwältigend. Nuwara Eliya ist die höchste Stadt Sri Lankas und man fährt durch Teeplantagen und Berglandschaften, die sehr schön anzusehen sind. Leider kamen wir auf dem Rückweg in einen Riesenregen und kamen patschnass in Ella an.

Wir genossen das leckere Curry in unserem Homestay und freuten uns auf die anstehende 7-stündige Zugfahrt nach Kandy. Von dieser Strecke liest man sehr viel Positives im Internet und sie soll eine der schönsten Zugstrecken auf der Welt sein. Leider konnten wir keine reservierten Plätze mehr ergattern und so blieb es spannend, wie voll der Zug sein würde, den natürlich jeder Tourist nehmen möchte, aber auch alle Einheimischen nutzen.

Hoffentlich habt ihr schöne Weihnachtsfeiertage verbracht – genießt eure Tage zwischen den Jahren und vor Silvester lest ihr hier noch von unserem Weihnachten in Kandy und vielleicht auch schon einen ersten Beitrag aus Kambodscha.

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