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E. Tissamaharama

Kurz zur Anreise: Im Bus fühlen wir uns mittlerweile sehr wohl und hatten von Tangalle nach Tissa eine tolle Zeit mit einem kleinen Mädchen in der Reihe vor uns, die sich riesig über kleine Spielchen mit uns freute. Der Kontakt zu den Einheimischen in den Bussen ist herzlich und wir wollen das nicht durch Taxifahrten verpassen.

 

Auf Anhieb fühlten wir uns hier pudelwohl. Die kostenlosen Fahrräder unserer tollen Unterkunft gaben uns ein Freiheitsgefühl und wir kamen in der kleinen Stadt sofort zurecht, fanden Supermarkt, Busbahnhof schnell wieder. Das Fahrradfahren scheint uns sehr zu fehlen – zu Hause ja unser Hauptverkehrsmittel – so einfach, schnell und unkompliziert läuft es mit Tuk Tuk, Roller, Bus, o.ä. eben doch nicht.

 

Am ersten Abend schafften wir endlich ein tolles Telefonat mit unseren lieben Sattlers – so schnell fliegen dann 2 Stündchen dahin. Nebenher brannte unser dritter Adventskranz.

Den nächsten Tag hatten wir uns für die weitere Planung der Reise freigehalten und verbrachten ihn komplett am schönen Pool im Schatten der Palmen. Dass den ganzen Tag Stromausfall war, konnte uns nichts anhaben – das mobile Internet auf dem Handy leistete gute Arbeit. Die Erkenntnis des Tages brachte uns endlich ein gutes Gefühl für Kambodscha. Wir begriffen plötzlich und konnten es auch verbalisieren, was wir endlich mal wieder brauchen: einen etwas längeren Aufenthalt an einem Ort, der sich mehr nach Wohnen als nach Hotel anfühlt. Jetzt haben wir also in Kambodscha für knapp 25 Euro am Tag (in Tübingen zahlen wir 35) eine tolle 70 qm Wohnung, in der wir mal wieder so richtig ankommen können. Dort werden wir auch den Jahreswechsel verbringen. Im Haus ist auch eine kleine Party angekündigt, an die wir uns vielleicht dranhängen werden.

 

Der Hauptgrund für den Aufenthalt in Tissa war eine Safari im Yala-Nationalpark, dem größten in Sri Lanka. So ging es am Dienstag um 4.15 Uhr in der Früh mit dem Safari-Jeep zum Maingate – Einlass 6 Uhr, wir waren durch das frühe Aufstehen der zweite Jeep in einer Schlange von bestimmt über 50. Zwei Berlinerinnen aus dem Hotel, die wir zuvor kennengelernt hatten, schlossen sich uns spontan an und so waren wir mit noch einem jungen Paar aus Österreich zu sechst im Jeep. Unsere Gruppe stellte sich als Glücksgriff heraus – wir verstanden uns alle toll und hatten viel zu lachen. Der Grund war allerdings nicht die tolle Safari, sondern manchmal auch Fassungslosigkeit über die Jeep-Jagd auf Leoparden, die lauten Motoren und das Treiben im Nationalpark. In den anderen Jeeps herrschte meist gähnende Langeweile, die Leute schliefen oder schauten genervt in die Büsche.

Unser Fahrer forderte uns immer wieder auf, etwas leiser zu sein und nicht so laut zu lachen, während wir neben 30 anderen Jeeps auf der Lauer auf den Leoparden lagen.

Fazit zur Safari selbst: Die Suche und „Jagd“ nach den Leoparden ist tatsächlich abschreckend und man vergeudet viel Zeit, die man beim Beobachten anderer Tiere in Ruhe viel sinnvoller nutzen könnte. So hatten wir am Ende zum Glück noch eine schöne Begegnung mit 5 Elefanten, die am Wegesrand futterten. Unser Fahrer agierte insgesamt umsichtig und nicht so aggressiv, wie viele andere Fahrer. Ein erschreckendes Erlebnis war die Begegnung mit einem einzelnen Elefantenbullen, der auf einer engen Straße umzingelt von Jeeps auf diese losging, und einigen Fahrern, die ihn dann auch noch provozierten und näher ranfuhren. Der Elefant räumte einen Jeep aus und schnappte sich Rucksäcke und Taschen aus dem Wagen – ein krasses Bild, wie der Kopf des Elefanten im Jeep verschwand. Unser Fahrer reagierte gut und konnte dem Elefanten geschickt ausweichen. Der Safari-Fahrer war kein Zufallsfund – wir fanden eine Empfehlung im Internet auf einem Blog und buchten daraufhin bei ihm.

 

 

 

 

 

Fröhlich – vor allem Dank unserer netten Gruppe – kamen wir um die Mittagszeit wieder in Tissa an, fuhren mit den Rädern in die Stadt, um im „The Green Hut“ das Mittagsangebot wahrzunehmen: Für 300 Rupien (1,50 €) gab es Reis & Curry als Buffet. Wir aßen uns ordentlich satt und nahmen auf dem Rückweg für den Abend lediglich ein paar kleine gefüllte Roti von einem Straßenverkäufer mit. Unsere Recherchen zur nächsten Busfahrt ergaben ein frühes Aufstehen für den nächsten Tag. Der späteste direkte Bus nach Ella fährt um 8.20 Uhr am Busbahnhof in Tissa ab, in dem wir jetzt gerade sitzen und sogar Blog schreiben können. Das Hotelfrühstück reichte gerade so – um 7.40 Uhr brachte man uns das Frühstück, um 8.10 Uhr saßen wir im Tuk Tuk zum Bus. Wir haben die besten Plätze ganz vorne hinterm Busfahrer, wo auch unsere Rucksäcke vorne in der Gepäckablage liegen. So können wir uns die 3-stündige Busfahrt jetzt gemütlich machen und das für nicht mal 2 € zusammen. Die Alternativen: Taxi für 25 € (uns zu teuer), Tuk Tuk für grob 15 € (uns zu ungemütlich für eine so lange Fahrt) oder später mit dem Bus, dann allerdings mit 3mal Umsteigen. Das Busfahren genießen wir außerdem auch – wie oben schon erwähnt – weil wir uns unter den Einheimischen hier sehr untouristisch und in netter Gesellschaft empfinden.

Ein kurzer Einschub zum Budget. Wir sind durch unser weiterhin gezahltes Gehalt natürlich nicht Low-Budget-Backpacker, wollen aber dennoch für Australien und Neuseeland sparen. Bei den Unterkünften haben wir festgestellt, dass sich nur mit großen Abstrichen an das eigene Wohlbefinden sparen lässt (mangelnde Sauberkeit, Licht, etc… sind die Einbußen für günstige Unterkünfte). Deshalb sparen wir lieber an anderen Stellen – wie eben jetzt ausführlich erklärt, beim Transport oder auch beim Essen.

Wir freuen uns sehr auf Ella und diesen neuen Abschnitt von Sri Lanka – es geht im zweiten Teil der Busfahrt 1000 Höhenmeter rauf. Dort oben ist es gut 10°C kälter und die Wettervorhersage ist nicht die allerbeste. Auf die verlassen wir uns aber schon lange nicht mehr – außerdem gibt es ja kein schlechtes Wetter – sondern nur schlechte Kleidung: Die Regenjacken sind selbstverständlich nicht in Colombo geblieben.

In 5 Tagen ist Weihnachten – schafft es bis dahin gut und entkommt dem Stress möglichst schnell, damit ihr zur Ruhe kommt und Weihnachten genießen könnt.

Ayubowan !

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