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8. Abschied und Rückblick (30.-31.10.)

 

Wahrscheinlich wollte uns das herzliche und offene Land einfach nicht gehen lassen und so hielt Afrika uns noch eine ganze Nacht in Nairobi fest. Unser Flug hatte deutliche Verspätung und wir verbrachten die komplette Nacht auf dem Flughafen in Nairobi. Leider war es dieses Mal nicht so angenehm wie bei unserer Verspätung in Frankfurt. Wir lagen anfangs auf dem Boden, der uns dann irgendwann zu kalt wurde, und ergatterten uns später zwei Stühle, auf denen wir erstaunlicherweise dann doch relativ gut schliefen.

Der Abschied und die letzten Tage in Masaka hatten uns wohl doch emotional mehr zu schaffen gemacht und die Müdigkeit übermannte uns.

Wir hatten dadurch aber nochmal Zeit über die vergangenen vier Wochen nachzudenken und alles Revue passieren zu lassen. Wie war es nun wirklich für uns? Was hat uns besonders gut gefallen? Worauf hätten wir verzichten können? Ein Gefühlschaos vor dem Herrn. Wir haben versucht euch einen kleinen Rückblick über die Zeit in Masaka zu schreiben und nehmen euch in unsere Gefühlswelt mit hinein…

Rückblick über die Zeit in Uganda:

Was wir jetzt schon vermissen und uns gefallen hat…

  • Natürlich fehlen uns jetzt schon die Mädchen aus dem Transitory Home. Madame Passy hatte beim Abschied von uns als Eltern gesprochen und wir können zustimmen, dass es mehr als nur eine Bekanntschaft für uns war. Wir haben die Mädchen ins Herz geschlossen und der Abschied von ihnen war wohl der schwerste. Durch Helena hatten wir die Möglichkeit kurz nach unserer Ankunft in Bangkok mit den Mädchen über WhatsApp-Video zu telefonieren und uns wurde klar, wie sehr wir sie jetzt schon vermissen.
  • Unsere neuen Freundschaften um Masaka herum. Vermutlich weil wir alle im selben Alter sind, konnten aus den Lehrern gute Bekannte werden und hier und da konnten richtige Freundschaften und sogar Familie (siehe unten) entstehen. Teddy, die wir aus Deutschland schon kannten, ist uns noch mehr ans Herz gewachsen. Joseph und Imelda aus dem Transitory Home sind für uns sehr wichtig geworden. Aber auch Joseph (Onkel von Joan, einem Mädchen aus dem Transitory Home) und Rose, die uns zweimal zum Essen eingeladen haben und durch die wir einen Clannamen (Ngabi und Ngonge) bekommen haben, sind für uns eine kleine neue Familie. Die Liste könnte unendlich weiter gehen. Florence, Joseph aus dem Motherhouse, Josephine….

Insgesamt sind die Menschen in und um Masaka herum einfach nur freundlich und herzlich. Wir vermissen diese Offenheit und Freundlichkeit uns gegenüber sehr und freuen uns schon eines Tages wieder hierher zurückkommen zu können.

  • Die Fahrten mit dem Boda Boda, die doch immer ein Abenteuer waren, werden wir sicher nicht so schnell vergessen.
  • Die Rufe in der Stadt nach Mzungu wirkten zwar manchmal etwas befremdlich, waren aber meist voller Liebe und Freude über weiße Menschen in der Stadt. Den Begriff verwenden wir auch hier in Thailand für die weißen Touristen. („Oh je, das ist ein totaler Mzungu-Ort, schnell weiter.“)
  • Die Landschaft im ganzen Land. Uganda ist ein unglaublich grünes, fruchtbares und wachstumsreiches Land. Mit viel unberührter Landschaft und einer Vielfalt an Vögeln und Pflanzen.
  • Rolex, unser Lieblingsfrühstück, das uns die Mädchen manchmal vorbereitet haben: ein angebratener Pfannkuchen mit Rührei und Tomaten.
  • Masaka-Town – laut, verwinkelt, chaotisch und doch wunderschön zugleich.

 

Auf was wir verzichten können und worauf wir uns im nächsten Land freuen….

  • Die vielen Mäuse im Transitory Home und drumherum waren für uns anstrengend und fremd.
  • Die Bedingungen beim Thema Trinkwasser für die Menschen war schwer mit anzusehen und für uns immer wieder eine Überwindung im Busch zu essen.
  • Auf eine warme Dusche und eine Toilette im Zimmer freuten wir uns dann doch mehr als gedacht. Wobei das kalte Duschen erstaunlich gut lief.
  • Teilweise fühlte man sich etwas unflexibel durch die Gegebenheiten vor Ort. Das Boda Boda fahren machte zwar Spaß, brachte einen jedoch nur in die Stadt oder die umliegenden Dörfer und nicht drüber raus. Das Auto in den letzten Tagen brachte uns deutlich mehr Flexibilität.
  • Die African Time war an manchen Tagen für uns besser, an anderen Tagen eher schwierig auszuhalten. Die Tugend der Geduld lernten wir aber dadurch sehr gut kennen.

 

Auch wenn nicht alles perfekt war und manches länger gedauert hat als geplant, können wir Uganda als Reiseziel nur empfehlen. Wir haben die 4 Wochen unglaublich genossen und mit den Menschen gelebt wie noch nie zuvor. Diese Erfahrung kann uns keiner mehr nehmen und wir werden definitiv wieder zurückkommen.

Wir sind dankbar für die heutigen Gegebenheiten, sodass wir mit den neu gewonnenen Freundschaften über WhatsApp in Kontakt bleiben können, und so sind wir uns trotz riesiger Entfernung immer wieder sehr nahe.

Auch wenn der Abschied aus diesem Land bisher am schwierigsten verlief, freuen wir uns auf 3 Monate Asien. Sicher wird es komplett anders und wir werden wieder mehr als Touristen reisen.

Unsere Reise geht weiter und wir verabschieden uns von unserem ersten Kontinent. Wie die Zeit vergeht… sicherlich geht es euch genauso und ihr denkt schon an Weihnachten und die gemütliche Zeit.

Schön, dass nach wie vor so viele Menschen unsere Beiträge lesen. Wir freuen uns immer sehr über eure Kommentare und Rückmeldungen und sind überwältigt, wie ihr euch mit uns freut.

DANKE !!!  Webale nnyo. Welaba!

 

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