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B. Simon’s Town

Tag 19-21

Gottesdienst in Mitchels Plain

Aufstehen um 5.30 Uhr und Abfahrt eine Stunde später in Richtung Kapstadt, damit wir Misses Steyn und ihre Schwägerin Liz rechtzeitig in Mitchells Plain abholen und mit ihnen zum Gottesdienst fahren konnten. Als wir die beiden sahen, bestätigten sich unsere Befürchtungen: Für eine sonntägliche Messe waren wir klamottentechnisch nicht gerüstet – unsere etwas schickere Garderobe funktioniert nur bei sommerlichen Temperaturen. Die beiden Damen beruhigten uns und stellten uns nach einer 20-minütigen Autofahrt vielen Gemeinde- und Familienmitgliedern vor. Außerdem erfuhren wir, dass ein sehr besonderer Gottesdienst bevorstand, da ein enges Gemeindemitglied innerhalb der sonntäglichen Messe beerdigt werden würde.

Der Gottesdienst war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für uns: Von gospelartigen und freudestrahlenden Gesängen und ermunternden Reden bis hin zu tiefster Trauer und lautem Schluchzen der Angehörigen. Die trauernde Familie durchlebte diese Gefühlsachterbahn ebenfalls im 3-stündigen Gottesdienst intensiv mit und vor der gesamten Gemeinde. Die Lautstärke der gesungenen Lieder und Gebete war beachtlich – bei uns erlebt man das nur in Diskotheken. Es war für uns eine tolle Erfahrung, aber vermutlich hätte es für den Anfang ein Gottesdienst ohne Trauerfeier für uns getan. Immer wieder fühlten wir uns während der Messe etwas fehl am Platz. Unheimlich schön empfanden wir die großartige Unterstützung und Zuwendung für die trauernden Angehörigen. Die komplette Gemeinde wirkt tatsächlich wie eine große Familie. Die Art des Gottesdienstes mit viel Freude und Lautstärke scheint auch viele junge Leute anzusprechen und so ist die Kirche an jedem Sonntag voll. Schade, dass in unseren Kirchen in Deutschland in dieser Hinsicht wohl nicht mit der Zeit gegangen wird. Nach dem Gottesdienst gingen wir mit Misses Steyn noch zum Essen und unterhielten uns angeregt über verschiedene Kulturen, Reisen und genossen die uns mittlerweile bekannte tolle Gastfreundschaft. Ein weiteres Treffen ist geplant und wir dürfen auch noch eine Schule in ihrem Viertel besuchen.

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Muizenberg

Am Nachmittag fuhren wir zur nächsten Unterkunft nach Simon’s Town mit einem kurzen Halt in Muizenberg, wo süße kleine und bunte Badehäuschen den Stadtstrand zieren.

Als wir in unserer letzten Unterkunft vor Kapstadt ankamen, verschlug es uns die Sprache: Bei letzten Sonnenstrahlen tranken wir Cappuccino auf der Gartenbank mit Blick aufs Meer. Diesen Blick genießen wir noch immer vom Sofa aus, das direkt vor der großen Glasfront im Wohnzimmer steht. Das Besondere an dem Haus ist, dass es aus den Steinen gebaut wurde, die hier am Berg vorhanden sind. Für uns eine der schönsten Unterkünfte auf der Gardenroute.

 

Ausflug zum Kap der guten Hoffnung, Chapman’s Peak Drive und zu den Pinguinen

Montag, der HeritageDay, sollte unser letzter Tag mit Selina und Sascha werden. Sie holten uns in unserer Unterkunft ab und wir fuhren gemeinsam zum Kap der guten Hoffnung. Da die kostenfreie Besuchswoche für die Nationalparks vorbei war, half uns heute endlich einmal wieder die Wildcard und wir bekamen kostenlos Zugang zum Kap der guten Hoffnung und zu den Pinguinen in Simon’s Town.

Das Kap der guten Hoffnung ist ein Must-do, wenn man in Kapstadt ist, und so haben auch wir das typische Touri-Foto geschossen. Um das berühmte Schild bilden sich Schlangen für die Erinnerungsfotos und auf den Fotos wirkt es so, als wäre man ganz alleine dort gewesen. Hier ein Dankeschön an die tolle Fotografin Selina.

Auch wenn dieser Besuch ein Muss ist, haben wir deutlich schönere Orte auf der Gardenroute gesehen. Nichtsdestotrotz natürlich eine beeindruckende Landschaft und man kann den Besuch nicht auslassen. Sehr deutlich wurde uns hier, wie gut uns unser Südafrikabesuch gerade jetzt in der Nebensaison gefällt. Man bekam eine Vorstellung davon, wie es hier wohl im südafrikanischen Hochsommer (Dezember) zugehen muss.

Zum Vespern ging’s den Chapman’s Peak Drive entlang an der Küste, wo wir an einem schönen Aussichtspunkt Dosenwurst (Chakalakageschmack – nicht zu empfehlen) und andere Leckereien verspeisten.

Um unsere neugewonnene Freundschaft auf Kamera zu verewigen, versuchten wir uns an einem Hüpfbild. Die (teils kläglichen) Versuche zeigen wir euch nicht alle.

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Am Nachmittag gab es nun für beide Paare gemeinsam (Selina und Sascha hatten es in Betty’s Bay schon vor Ende der Öffnungszeiten geschafft) endlich noch eine Pinguinkolonie in Simon’s Town, bevor es dann zum Grillen ins tolle Steinhaus mit Meerblick zurückging. Wir saßen noch lange zusammen und ließen den Abend bei netten Gesprächen ausklingen.

 

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